EMDR & Kunsttherapie
Wobei EMDR & Kunsttherapie unterstützen kann
Therapeutische Unterstützung kann bei ganz unterschiedlichen Belastungen sinnvoll sein. Ein konkretes Anliegen oder eine diagnostizierte psychische Erkrankung kann dabei Anlass für eine Therapie sein. Eine bereits bestehende Diagnose ist jedoch nicht grundsätzlich Voraussetzung für einen therapeutischen Prozess.
EMDR und Kunsttherapie können unter anderem dabei unterstützen:
- belastende oder überwältigende Erfahrungen zu verarbeiten
- mit Ängsten und innerer Anspannung umzugehen
- wiederkehrende emotionale Muster besser zu verstehen und zu verändern
- Ressourcen und Selbstwirksamkeit zu stärken
- den eigenen Körper und seine Signale bewusster wahrzunehmen
- Gefühle und innere Prozesse auszudrücken, wenn Worte allein nicht ausreichen
- neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln
- mehr Stabilität und Sicherheit im eigenen Erleben zu finden
Bei akuten Psychosen, Halluzinationen oder anderen akuten psychotischen Zuständen ist eine therapeutische Begleitung im Rahmen meiner Praxis nicht möglich. In solchen Situationen ist eine entsprechend spezialisierte psychiatrische oder ärztliche Behandlung erforderlich.
Was Sie erwartet
Die therapeutische Arbeit beginnt mit einem ausführlichen Erstgespräch und einer sorgfältigen Anamnese. Dabei nehmen wir uns Zeit, Ihre persönliche Geschichte, Ihre aktuelle Situation und Ihr Anliegen kennenzulernen.
Im Anschluss folgen zunächst einige Sitzungen zur Stabilisierung und Ressourcenarbeit. Ziel ist es, eine gute Grundlage für die weitere therapeutische Arbeit zu schaffen und gemeinsam herauszufinden, was Ihnen Sicherheit und Halt gibt.
Danach betrachten wir gemeinsam, ob das zu Beginn eingebrachte Anliegen weiterhin im Mittelpunkt steht und ob eine gezielte Bearbeitung sinnvoll und für Sie stimmig ist. Im Verlauf der therapeutischen Begleitung können sich dabei auch neue Themen oder Zusammenhänge zeigen, die für den weiteren Prozess relevant werden. Der therapeutische Prozess darf sich entsprechend Ihrer Entwicklung verändern.
Mein therapeutisches Verständnis
Ich verstehe mich in der therapeutischen Arbeit als Begleiter, der einen sicheren und strukturierten Rahmen schafft.
Welche Themen Sie einbringen und bearbeiten möchten, entscheiden Sie selbst. Sie bestimmen dabei jederzeit mit, was für Sie wichtig ist und in welchem Tempo Sie sich mit Ihren Themen auseinandersetzen möchten.
Im Mittelpunkt steht nicht das schnelle Vergessen belastender Erfahrungen, sondern das achtsame Verstehen und Verarbeiten dessen, was Sie beschäftigt.
Was ist eigentlich?
EMDR-Therapie:
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing – auf Deutsch etwa „Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen“. Die Methode wurde ursprünglich zur Behandlung traumatischer Erfahrungen entwickelt und wird heute bei unterschiedlichen psychischen Belastungen eingesetzt.
Zum Beispiel:
- traumatischen oder stark belastenden Erfahrungen
- Ängsten und Panik
- belastenden Erinnerungen und wiederkehrenden inneren Bildern
- anhaltender emotionaler Belastung nach schwierigen Lebensereignissen
Im Mittelpunkt steht die Verarbeitung belastender Erinnerungen und Erfahrungen. Dabei werden unter anderem Augenbewegungen oder andere bilaterale Reize eingesetzt, während Sie sich in einem sicheren therapeutischen Rahmen mit einem belastenden Thema beschäftigen. EMDR soll dabei helfen, belastende Erinnerungen neu zu verarbeiten, sodass sie weniger überwältigend erlebt werden und sich der Umgang mit dem Erlebten verändern kann. Dabei geht es nicht darum, Erinnerungen zu löschen oder Geschehenes ungeschehen zu machen.
Wichtig: EMDR ist kein „Schnellverfahren“. Eine sorgfältige Anamnese sowie Stabilisierung und Ressourcenarbeit bilden die Grundlage, bevor belastende Themen gezielt bearbeitet werden.
Gut zu wissen:
EMDR bedeutet nicht, dass Sie eine belastende Erfahrung ausführlich erzählen müssen. Welche Inhalte Sie teilen möchten, entscheiden Sie selbst. Die therapeutische Arbeit orientiert sich an Ihrer individuellen Situation und erfolgt in einem Tempo, das für Sie passend ist.
körperorientierte Kunsttherapie:
Körperorientierte Kunsttherapie verbindet kreative Gestaltung mit der bewussten Wahrnehmung des eigenen Körpers. Dabei geht es nicht darum, etwas „schön“ oder künstlerisch perfekt zu gestalten. Vielmehr können Farben, Formen, Materialien und Bewegung dabei helfen, innere Prozesse auszudrücken und wahrnehmbar zu machen.
Gerade für tiefe Gefühle, Empfindungen oder innere Blockaden fehlen oft die passenden Worte. Durch Gestaltung können solche inneren Prozesse eine sichtbare und greifbare Form bekommen. Dadurch können sie bewusster wahrgenommen, verstanden und gemeinsam bearbeitet werden.
Körperorientierte Kunsttherapie kann unter anderem unterstützen bei:
- der Wahrnehmung und dem Ausdruck von Gefühlen
- der Verarbeitung belastender Erfahrungen
- innerer Anspannung und emotionaler Belastung
- der Entwicklung von Selbstwahrnehmung und Ressourcen
Wichtig: Alles, was Sie im Rahmen der Therapie gestalten, gehört Ihnen. Als Therapeut betrachte ich Ihre Gestaltungen als Ausdruck Ihres persönlichen Prozesses und als Teil Ihrer individuellen Arbeit.
Was mit den Gestaltungen während und am Ende der Therapie geschieht, entscheiden allein Sie. Sie können diese mitnehmen, aufbewahren oder gemeinsam mit mir entscheiden, ob und wie sie weiter in der Therapie genutzt werden.
Gut zu wissen:
Für die körperorientierte Kunsttherapie sind keinerlei künstlerische Vorkenntnisse erforderlich. Neue Materialien können zu Beginn gerne in Ruhe ausprobiert werden, um sich mit ihren Eigenschaften vertraut zu machen und herauszufinden, was sich für Sie stimmig anfühlt.

